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44866 Bochum
Telefon: 02327 - 988814 oder 291624
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Stadiengerechte Therapie nach Krumeich


Stadium IV


Wenn das Stadium IV vorliegt, führen wir eine PKP mit der Implantation eines Titanrings durch. Dadurch gelingt es, die Hornhautverzerrungen und – verkrümmungen, die sonst bei diesem Verfahren zu erwarten sind, und die zu schlechtem Sehvermögen führen können, in fast allen Fällen zu vermeiden. Tiefe Lamelläre Keratoplastiken werden in Deutschland nur an einigen wenigen Kliniken durchgeführt. Die Argumente dagegen sind fast immer, dass das Sehvermögen nicht so gut würde wie bei perforierenden Keratoplastiken. Dies ist bei unseren Patienten keineswegs der Fall. Das optische Ergebnis der tiefen lamellären ist so gut wie das der perforierenden Keratoplastiken. Unsere Statistik mit sehr großen Fallzahlen zeigt vollständig gleiches Verhalten des Sehvermögens wie der Zylinderwerte bei perforierenden wie bei lamellären Keratoplastiken. (Fig.8) Eine weitere Möglichkeit den Keratokonus zu stoppen – neben der cirkulären Keratotomie – ist das Crosslinking mit Riboflavin. Dieses Verfahren kann nur angewendet werden, wenn die Hornhautdicke überall noch mindestens 380µm beträgt. Diese Operation ist schmerzhaft, verbessert selten das Sehvermögen, sondern erhält das Stadium des Keratokonus, in dem es angewendet wurde. Die Kosten der cirkulären Keratotomie und der Epikeratophakie werden von den gesetzlichen Kassen nicht übernommen. Die lamelläre Keratoplastik sowie die perforierende Keratoplastik sind Kassenleistungen. Die Riboflavin-Behandlung wird von einer Anzahl gesetzlicher Krankenkassen übernommen.